Sonntag, 23. Dezember 2007

Freunde

"Freunde kann man sich aussuchen..." Durchaus ein wahrer Satz, aber dennoch- bedingt es nicht immer schon von Anfang an unsere gesellschaftliche Situation, mit welchen Leuten wir erst gar nicht in Berührung kommen oder folgt aus einem bestimmten Freundeskreis nicht, dass man Leute kennenlernt, die ähnlich sind, die ähnliche Interessen haben etc.?
Und selbst wenn man sich jeden beliebigen Menschen als Freund nehmen kann, wie ist das dann mit der Freundschaft? Was bedingt sie, was macht sie aus?
Ist Freundschaft ein tiefes inneres Verständnis, ohne dass man mit der Person Stunden um Stunden reden musste, ist es jemand, dem man all seine Gedanken und Gefühle mitteilt, ist es jemand, der sofort da ist, wenn man ihn braucht?
Können Freunde auch jene sein, die man gar nicht persönlich kennt, sondern nur über das Internet?
Und wenn jemand ein Freund ist, was kann man dann erwarten? Ich erwarte Wertschätzung und Respekt und auch das Gefühl, für den anderen auch wichtig zu sein- wenn man das nach Jahren von guter Freundschaft nicht mehr bekommt, tut das weh. Was tut man da- es ist ok, es eine Zeit lang einzustecken und sich verletzen zu lassen, nur irgendwann kann man nicht mehr und ist es dann in Ordnung, auch die besten Freundin anzuschreien, den Frust abzubauen und vielleicht den anderen damit vor den kopf stoßen? Oder sollte man weiterhin still sein und hoffen, es würde wieder besser werden, in der Erwartung, der Andere merkt, dass es nicht ok ist, so wie es läuft??

Freunde... jene, die sich um dich sorgen, die sich kümmern und dich lieben und bei denen du weißt, dass du auf sie zählen kannst- bei denen du auch bereit bist, es gerne auf die gleiche Weise zurückzugeben. Und sie müssen nicht in der selben Stadt, nicht in dem selben Land oder auf dem selben Kontinenten leben, um da zu sein- Freundschaft verbinden weltweit!

3 Kommentare:

Lisa hat gesagt…

Ich würde mich mit der Person hinsetzen und darüber reden. Nicht schreien. Hört sich leichter an als es ist, aber ich bin noch immer überzeugt davon, dass man alles in einem angemessenen Ton besprechen kann. Man muss die Stimme nicht erheben. Hinsetzen und besprechen was dir nicht passt. Entweder man findet eine Lösung, oder man muss einsehen dass man sich verschieden entwickelt hat, und geht dann einfach seinem Weg nach. Mehr kannst du nicht machen.

Aber du hast immer noch Freunde, auf die du dich verlassen kannst. Falls du etwas brauchst, ich bin für dich da.

Nora hat gesagt…

Hihi, danke dass du da bist- das bedeutet mir echt viel! :-)
Ja hinsetzen und reden wär echt das beste, nur in dem fall bin nicht nur ich jemand, der genervt ist und was zu sagen hat, ich glaube, da steht mal ein treffen der ganzen gruppe an...
und ich geb dir natürlich recht: schreien ist keine option, aber manchmal überkommt mich leider doch der Jähzorn! :-/

Lisa hat gesagt…

ich kenn das eh wenn es einen überkommt. aber mittlerweile nervt es mich dass es mich überkommt und ich mich nicht kontrollieren kann. ich hab mir letztens in der ubahn auf dem weg zur schule vorgenommen, dass wenn ich das nächste mal wütend/sauer etc bin ich mich daran erinnere dass ich in dieser situation eigentlich lieber ruhig bleiben u normal reden will. ich bin schon gespannt wie sich das umsetzen lässt. hahaha. aber ich will es probieren. hihi. ich bin crazy loool. das ist dann wohl selbstbeobachtung. boa psychologie ist einfach genial hehe.